Spiritualität

Liebe Leserin, lieber Leser!

„Hauptsache gesund!“ – Wie oft hört man diesen Spruch. Und wie oft sagen wir ihn selbst?
Hinter diesen beiden Wörtern steht ein guter und liebgemeinter Wunsch. Und doch habe ich mit damit ein Problem: Hauptsache gesund – und wenn nicht?!
Gesundheit ist ein hohes Gut. Doch ist es nicht ein höheres Gut, trotz Krankheit zufrieden und fröhlich sein zu können?
Ab einem gewissen Alter, und ich weiß, wovon ich spreche, stellt sich das eine oder andere Wehwehchen ein. Manche verschwinden wieder. Doch andere wachsen sich zu ernsten Krankheiten aus. Die Ärzte und Apotheker tun sicher alles, damit wir wieder gesund werden. Doch was ist, wenn es für eine Krankheit keine vollständige Heilung gibt?
Wenn wir mit einer Krankheit leben müssen, verschiebt sich das medizinische Ziel von der Heilung hin zur Linderung von Beschwerden, die Kontrolle der Krankheit und den Erhalt einer möglichst hohen Lebensqualität. Der Fokus liegt dann auf einem guten Leben trotz der Erkrankung.
Und was sagt die Bibel? Sie denkt hoch vom Menschen. In Psalm 8 heißt es, der Mensch ist wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hat er ihn gekrönt. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere steht in 1. Mose 3,19: Der Mensch ist aus Erde gemacht und kehrt zur Erde zurück. Das heißt: Er wird krank, alt und schwach.
Unsere Gesundheit ist wichtig. Und wir sollen sie erhalten. Doch wenn unser Körper nicht mehr so will, wie wir wollen, haben wir uns darauf einzustellen. Wir müssen unsere Grenzen akzeptieren und versuchen, uns über das Gute, das uns geblieben ist, zu freuen.
Dabei kann uns die Lebensweisheit der Bibel inspirieren. Da heißt es: „Fröhlichkeit ist gut für die Gesundheit, Mutlosigkeit raubt die letzte Kraft.“ (Spr 17,22)

Es grüßt Sie
Ihr Erik Zimmermann


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