Spiritualität

Liebe Leserin, lieber Leser!

Der Winter war kalt und grau. Als sich vor einigen Wochen einmal die Sonne am Himmel zeigte, habe ich meinen Schmetterlingsflieder zurückgeschnitten. Ich mag seine prächtigen, langen Blütenrispen. Ihre Farben variieren von Weiß über Blau bis Violett. Jedes Jahr im Sommer ziehen sie Schmetterlinge und andere Insekten magisch an.
Als ich den Grünschnitt mit der Schubkarre zum Komposthaufen fuhr, stolperte ich fast über die ersten unscheinbaren Krokusse im Gras. Ihre kleinen Knospen ließen erahnen, dass in kurzer Zeit in der Wiese ein violettes Blütenmeer zu sehen sein wird. Und mit den Krokussen kommen auch die weißen Schneeglöckchen wieder.
Je länger der Winter dauert, desto mehr suche ich nach den Vorboten des Frühlings. Natürlich hat jede Jahreszeit ihre Vorzüge. Doch der Frühling ist meine Lieblingszeit. Wenn alles zu blühen beginnt, die Tage wärmer werden, aber nicht zu heiß, wenn die Blaumeisen singen und die gelben Hummeln tanzen.

Was wäre die Welt ohne Farben? Wie traurig wäre es, wenn wir nur Schwarz und Weiß hätten? Es gäbe kaum Abwechslung. Alles wäre grau, eintönig und trostlos.
Farben sind viel mehr als man auf den ersten Blick vermutet. Sie beeinflussen unsere Stimmung, regen unseren Geist an und prägen unsere Einstellung zu Produkten, die wir kaufen. Farben beeinflussen, wie wir die Welt um uns herum erleben. Denn jede Farbe besitzt eine für sie typische Wellenlänge und Energie, die sich auf unsere Körper überträgt. So wirkt zum Beispiel blaues Licht kühlend und beruhigend, rotes hingegen wärmend und anregend.
Farben haben ihren Ursprung in der Schöpfung Gottes. Sie machen unser Leben reich und bunt. Farben sind das Lächeln Gottes in der Natur. Wir begegnen dem Schöpfer in einem gelben oder violetten Krokus, einem Schneeglöckchen oder einem Strauß bunter Tulpen, die unsere Lebensfreude wecken.

Es grüßt Sie
Ihr Erik Zimmermann


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